Die Zen Praxis

Eine kurze Darstellung und Dokumentation für den Anfängergeist

Die Praxis der Zen Peacemakers ist die Meditation: das Zazen und Kinhin, das Sitzen und Gehen in vollkommener Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Die Praxis der Zen Peacemakers ist aber vor allem der Alltag, das Eintauchen ins Ungewisse des nächsten Augenblicks. Um in der sozialen Aktion als Friedensstifter zu wirken, verwenden wir verschiedene Methoden und "Werkzeuge".

Anweisungen zum Zen (Roshi Pat Enkyo O`Hara, gekürzt).

Was ist Zen?

ZaZen ist die Praxis des Zurückkommens zum Hier und Jetzt, in genau diesen Moment, zurückkommen zur Natürlichkeit und Nähe, zur Schlichtheit unserer wahren Natur. ZaZen heisst uns nicht abzutrennen vom Leben, sondern es voll zu leben so wie es ist, immer in Transformation, freundlich und Kummer bereitend. ZaZen ist der Pfad zum Aufwachen: Aufwachen zu dem was wir wirklich sind, zum Bedürfnis anderen zu dienen und zur Verantwortung für alles Leben. Wie können wir dies verwirklichen?

Position

Sitze auf dem vorderen Drittel deines Kissens oder Stuhles, so dass deine Hüften höher sind als deine Knie, dein Bauch frei beweglich und dein unterer Rücken ohne Spannung. Das Becken ist nach vorn geneigt. Dein Kopf balanciert locker auf dem Nacken. Dein Kinn zeigt weder hinauf noch hinunter, es ist nur leicht hineingezogen. Die Schultern fallen natürlich nach unten, so als wären sie zurückgezogen und nach hinten geworfen. Schwinge den Körper leicht von einer Seite zur Anderen um deine Mitte zu finden. Lege deine Hände in den Schoss oder auf deine Oberschenkel, forme das "kosmische Mudra" indem deine rechte Hand, die linke Hand hält mit den Handflächen nach oben. Die Daumen berühren sich sanft und formen einen Kreis, "weder Berg noch Tal". Lege die Zunge hinter die obere Zahnreihe an den Gaumen. Deine Augen sind leicht geöffnet, der Blick fällt ungefähr einen Meter weit vor dir auf den Boden. In Wirklichkeit geht er aber nach innen: du betrachtest nichts, selbst wenn du alles siehst.

Die Praxis

Die Kelten fanden Orte wie Höhlen oder Quellen, wo Weltliches und Magisches einander durchdringen konnten, und sprachen von "dünnen Orten". ZaZen is eine Art "dünner Ort", wo wir erfahren können, dass es grundsätzlich keine Trennung gibt zwischen uns und anderen, das was wir suchen immer sehr nahe ist, immer gleich hier. Der einzige Ausweg uns von unserer Gier, Ärger und Unwissenheit zu befreien ist durch die "enge Türe" zu gehen. Durch eine enge Türe, über eine Schwelle gehen beinhaltet, dass wir uns bemühen hinzuschauen, dass wir uns bewegen uns zu öffnen, dass wir uns hingeben uns zu transformieren. Alle Sinneswahrnehmung und auch unser Denken ist dann wie "draussen vor dem Tor". Zazen ist Heimkommen zum Frieden und in die Stille. Zazen ist wirklich eine sehr einfache Übung und es braucht dafür keine komplizierte Anweisung. Wenn wir die alten Zen Meditations Anweisungen studieren, sehen wir immer wieder, wie schlicht diese sind. Sitze in der ordnungsgemässen Haltung und achte auf den Körper, den Atem und den Geist.

Anweisung zum Zen
Roshi Pat Enkyo O'Hara
Zen_Anweisung.pdf
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Genjo-Koan
Von Eihei Dogen
Genjo-Koan.pdf
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Ich rufe Dich!
Von Wendy Egyoku Nakao
Ich rufe Dich.pdf
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Lasst Meister Dogen das letzte Wort halten:

Der Dharma ist reichlich vorhanden in jeder Person, aber ohne Übung, findet er keinen Ausdruck; ohne Verkörperung ist er nicht erreicht.

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